Termine vom Verein
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Am Dienstag 15. Mai keine Arbeitssitzung in der Unterkirche!!!!!!!!!!!!!

Pfarrer Flieger i.R. während der Bittprozession am 14. Mai 2012 am renovierten Wegekreuz auf dem Bolcher Berg
Unser Ort Bliesmengen-Bolchen war bis in dei Mitte des 20. Jahrhunderts ein reines Bauerndorf. Jeder, der unser Dorf betrat, konnte dies direkt feststellen. Es gab die großen zweistöckigen Bauernhäuser mit Scheune und Stall zwischen den einstöckigen kleinen Häusern. Ein großer Misthaufen gehörte vor jedes Haus, sowie ein Nussbaum, eine Akazie oder ein Kastanienbaum, in deren Schatten die hölzernen Ackergeräte abgestellt wurden. Zum Bauerndorf gehörte auch der Stallgeruch, der von Auswärtigen oft als lästig empfunden wurde. Der Stall war direkt an das Wohnhaus angebaut und sehr eng, so dass nur 5 bis 6 Kühe, 2 Ackergäule oder 2 Ochsen darin Platz finden konnten. Hühner wurden gehalten, die frei im Hof in den Wiesengärten und auf den Straßen ihren Auslauf fanden. Zum Haus selbst gehörte auch ein eingezäunter Gemüse- und Wiesengarten. Die Umzäunung war eine Steinmauer oder eine Weissbuchenhecke mit vielen Staudenblumen. Es wurden auch Obstwiesen mit Kirsch-, Mirabellen-, Reneclauden, Zwetschgen, Äpfel- und Birnbäumen bewirtschaftet.Die Hälfte der Dorfbevölkerung waren hauptberufliche Bauern, die andere Hälfte betrieb die Landwirtschaft als Nebenerwerb.

Bäuerinnen und Tagelöhner bei einer Pause
Museen stellen sich vor
Das „Haus der Dorfgeschichte“ in Bliesmengen- Bolchen
Seit mittlerweile 12 Jahren gibt es das Kleinod in Bliesmengen-Bolchen getragen durch den Verein für Dorfgeschichte Bliesmengen-Bolchen e.V.. Das 1998 eröffnete Haus ist ein heimatkundliches Museum. In der ehemaligen Scheune werden auf vier Etagen mit insgesamt 300m2 Fläche und einem großen Außengelände fast 500 historische Gegenstände aus dem alltäglichen Leben der Landbevölkerung ausgestellt. Sie informieren über die Heimatgeschichte der Region und zeugen von Brauchtum und Lebensverhältnissen der vergangenen zwei Jahrhunderte.
Im ersten Stock sind detailgenau kleine Stuben rekonstruiert. Es gibt eine originalgetreu eingerichtete Küche und eine Schlafkammer aus Großmutters Zeiten sowie eine Schuhmacherwerkstatt. Das Werkzeug und die Maschinen aus den Jahren 1930 bis 1940 sind Originalgegenstände aus der ehemaligen Werkstatt des Bliesmenger Schuhmachers Josef Schmitt. Man findet auch einen komplett eingerichteten Frisörladen und eine Krankenstube mit zahlreichen medizinischen Geräten aus den 1950er bis 70er Jahren, eine erste elektrische Miele-Waschmaschine aus dem Jahr 1930 sowie diverse Haushalts- und Küchengeräte.

In der Scheune zeugen eine Dreschmaschine von 1870 und ein Dreschflegel von der Arbeit in der Landwirtschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Der untere Raum des Museums bietet Platz für das rege Veranstaltungsprogramm des Vereins. Einmal im Monat wird hier gemeinsam geschmiedet, Brot gebacken, Bier gebraut oder auch mal eine Ausstellung eines einheimischen Künstlers gezeigt. „Die Leute kommen aber auch einfach sonntagnachmittags vorbei, weil sie wissen, dass wir da sind. Es gibt dann Kaffee und Kuchen, man erzählt miteinander und geht eben auch in das Museum.“ sagt Gudrun Pawendenat, Nichte des Museumsmitbegründers und Leiter des Museums Erwin Flieger. Sie möchte die Arbeit ihres Onkels weiterführen.

Im Archiv nebenan können Interessierte in alten Zeitungsartikeln und Fotosammlungen stöbern oder Familienforschung betreiben.
Und so scheint dieses Museum genau das zu sein, was viele andere für sich noch erreichen wollen: Begegnungsstätte der Menschen im Zentrum eines Ortes.
Haus der Dorfgeschichte Bliesmengen-Bolchen
Bliestalstr. 67
66399 Mandelbachtal
Tel.: 06804/6578
Öffnungszeiten: jeden 3. Sonntag im Monat 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung